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	<title>subtitles &#187; zeichensammlung</title>
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	<description>stating the obvious</description>
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		<title>Forderungen für ein wissenschaftliches Web 2.0 (oder erstmal 1.1)</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Oct 2008 14:34:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Thiel</dc:creator>
				<category><![CDATA[meta]]></category>
		<category><![CDATA[rechenmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[wissen]]></category>
		<category><![CDATA[zeichensammlung]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorwort: In meiner Diplomarbeit zitiere ich Quellen aus dem Web. Das ist in der Wissenschaft immer noch nicht gern gesehen. Und ausserdem umständlich (Datum dazuschreiben, wenn man einen Blogeintrag zitiert? Wie Bitte?). Aus dem Ärger sind ein paar Anforderungen entstanden, die ich ziemlich Nahe liegend fand und mich gewundert habe, dass diese so noch nirgends [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vorwort:</strong> In meiner Diplomarbeit zitiere ich Quellen aus dem Web. Das ist in der Wissenschaft immer noch nicht gern gesehen. Und ausserdem umständlich (Datum dazuschreiben, wenn man einen Blogeintrag zitiert? <em>Wie Bitte</em>?). Aus dem Ärger sind ein paar Anforderungen entstanden, die ich ziemlich Nahe liegend fand und mich gewundert habe, dass diese so noch nirgends umgesetzt sind&#8230; noch jemand?</p>
<h2>Web 0.8</h2>
<p><a href="http://scholar.google.de/">&#8220;Stand on the shoulders of giants&#8221;</a>, für die Wissenschaften eigentlich ein selbstverständliches Prinzip. Wissenschaftliche Zitierregeln sorgen dafür, dass man schon einmal Gedachtes einfach verwenden kann. Und dabei die Argumentation für den Leser nachvollziehbar bleibt. Der <strong>Verweis</strong> mit <em>Autor</em>, <em>Titel</em> und dem Namen der <em>Publikation</em> (oder der <em>Ausgabe</em> bei Büchern) identifiziert das zitierte Werk eindeutig. In der Papierwelt und auch im Web! Moment, auch im Web?</p>
<p>Selbst Web-Neulinge haben verstanden, dass der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperlink">Link</a> online das Mittel der Wahl ist, auf andere Inhalte zu verweisen. Da ist es verwunderlich, dass selbst fortschrittliche Journals wie <a href="http://www.plosone.org">PLoS ONE</a> Referenzen in Artikeln durch eine Suche bei Google Scholar <a href="http://www.plosone.org/article/findArticle.action?author=Pareek&amp;title=Cyclin-dependent%20kinase%205%20modulates%20nociceptive%20signaling%20through%20direct%20phosphorylation%20of%20transient%20receptor%20potential%20vanilloid%201.">auflösen</a> lassen.</p>
<h2>Virtuelle Orte</h2>
<p>Publlikationen eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/URI">URI</a> oder eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/URL">URL</a> damit sie im Web verlinkbar werden. Kritiker wenden immer wieder ein, dass URIs/URLs zu kurzlebig sind (z.B. durch Umstrukturierungen der Server), um die Erreichbarkeit eines Dokuments für lange Zeit zu garantieren. Deswegen sind Alternativlösungen wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Object_Identifier">DOI</a> aufgetaucht.</p>
<p>Ein DOI ist ein Name, der ein Dokument global eindeutig identifiert. Allerdings macht er keine Aussage über dessen Aufenthaltsort. Deswegen müssen DOIs mit Hilfe eines Verzeichnisses zu einer Adresse aufgelöst werden. Dazu müssen die Dokumente kostenpflichtig mit den Verzeichnisbetreibern registriert werden. Ein direktes Verlinken ist meist ebenfalls nicht möglich. Nicht schick und sehr Web 0.8.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tim_Berners-Lee">Tim Berners-Lee</a> <a href="http://www.w3.org/Provider/Style/URI">argumentiert</a>, dass sich URLs nicht verändern (sollten). Deswegen könnte man sie auch ohne Weiteres für die Adressierung von Dokumenten verwenden. Ich finde das viel sympathischer und web-kompatibler.</p>
<p><strong>Also, Anforderung 1: </strong>zitierfähige Dokumente brauchen eine stabile URL!</p>
<h2>Moving targets</h2>
<p>Artikel in Weblogs sind momentan nicht zitierfähig. Auf der einen Seite, weil sie keinem Review-Prozess unterliegen; viel wichtiger aber noch, weil sie sich verändern können. Beim Zitieren vermerkt man deswegen das Datum, an dem man das Dokument betrachtet hat. Aber das hilft nicht.</p>
<p>Es ist common practice geworden, nachträgliche Veränderungen in Artikeln textlich zu markieren. Darauf kann man sich nicht verlassen, weil der Autor die Markierungen manuell vornehmen muss. Auch ist der originale Wortlaut in der Regel nicht reproduzierbar.</p>
<p>Es wäre ein Leichtes, Versionierung in Publikationsanwendungen für das Web einzubauen. Wenn in einem Weblog, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Content_management_system">Content Management System</a> oder sonstwo eine Seite verändert wird, wird einfach eine neue Version erzeugt, die man auch direkt referenzieren kann. Das könnte dann z.B. so aussehen: <strong>http://www.domain.com/papers/fürchterlichinteressantespaper/versions/6</strong></p>
<p><strong>Anforderung 2:</strong> zitierfähige Dokumente brauchen Versionierung!</p>
<h2>Web 2.0</h2>
<p>Die Diskussion und Kritik von Ideen ist ein zentraler Pfeiler der Wissenschaft. Sie findet meist privat, auf Konferenzen oder innerhalb eines wissenschaftlichen Magazins statt.</p>
<p>Das Web 2.0 verspricht hier eine Öffnung: Durch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trackback">Trackbacks</a> ist eine anwendungs- und sozusagen &#8220;medienübergreifende&#8221; Diskussion möglich. Ein Dokument &#8220;weiss&#8221; auf einmal, wer sich darauf bezieht. Für wissenschafltiche Artikel wäre der Artikel dann gleichzeitig das Portal für die zugehörige Diskussion (so wie das in Weblogs schon funktioniert). Diese ist dann nicht mehr auf die wissenschaftliche Welt beschränkt sondern öffnet sich für alle Nutzer des Web.</p>
<p>Ein Schmakerl noch zusätzlich: Wenn jeder Artikel Metadaten wie <em>Titel</em>, <em>Autor</em> usw. in maschinenlesbarer Form enthält, reicht es, für&#8217;s Zitieren die URL des Artikels zu kennen. Kein nerviges Von-Hand-Ausfüllen mehr.</p>
<p><strong>Anforderung 3:</strong> diskussionsfreundliche Dokumente brauchen Trackbacks</p>
<p><strong>Anforderung 4:</strong> zitierfreundliche Dokumente brauchen einheitliche Metadaten</p>
<h2>Und jetzt?</h2>
<p>Na, ein System bauen, das die genannten Anforderungen erfüllt! Die einzelnen Technologie für alle genannten Beispiele ist schon vorhanden und verbreitet im Einsatz (Weblogs, Wikis, Content Management Systems). Allerdings habe ich noch kein Beispiel gefunden, dass alle Technologien zusammen einsetzt.</p>
<p>Ich habe im Moment keine Lust, mir noch ein Projekt anzuhängen. Aber wenn jemand sowas implementieren möchte (oder eine Geschäftsidee hat) können wir uns gerne auf einen Kaffee treffen <img src='http://www.noroute.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Korrekturen</title>
		<link>http://www.noroute.de/blog/2007/02/korrekturen/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Feb 2007 19:04:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Thiel</dc:creator>
				<category><![CDATA[leben]]></category>
		<category><![CDATA[wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[zeichensammlung]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine amerikanische Familie. Er, alt und AnsÃ¤tze zur Demenz. Sie, ewig sorgend und mit der Hoffnung auf ein letztes Weihnachten mit allen drei Kindern. Die Zeit vor dem Weihnachtsfest bietet in Jonathan Franzens &#8220;The Corrections&#8221; die BÃ¼hne fÃ¼r eine ErzÃ¤hlung voller Hoffnung, Verfehlungen, LÃ¼gen aber auch Hoffnung. Kaum pauschale Gesellschaftskritik, kein Pathos aber auch kein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine amerikanische Familie. Er, alt und AnsÃ¤tze zur Demenz. Sie, ewig sorgend und mit der Hoffnung auf ein letztes Weihnachten mit allen drei Kindern. Die Zeit vor dem Weihnachtsfest bietet in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jonathan_Franzen">Jonathan Franzens</a> <a href="http://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Special:Booksources&#038;isbn=0312984294">&#8220;The Corrections&#8221;</a> die BÃ¼hne fÃ¼r eine ErzÃ¤hlung voller Hoffnung, Verfehlungen, LÃ¼gen aber auch Hoffnung.</p>
<p>Kaum pauschale Gesellschaftskritik, kein Pathos aber auch kein kalter DefÃ¤tismus. Eine sehr schÃ¶ne ErzÃ¤hlung Ã¼ber eine nur scheinbar heile Familie, das Leben heute, die Sehnsucht nach familiÃ¤rer WÃ¤rme und aufgezwÃ¤ngte LebensentwÃ¼rfe. Sehr zu empfehlen!</p>
<p>(Die Aussagen beziehen sich auf die englische Version; Ich weiss nicht, wie gut die deutsche Ausgabe <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Spezial%3AISBN-Suche&#038;isbn=3499235234">&#8220;Die Korrekturen&#8221;</a> die Stimmung des Buches erhalten kann).</p>
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		<title>Wahrheit oder LoyalitÃ¤t</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Dec 2006 12:16:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Thiel</dc:creator>
				<category><![CDATA[wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[zeichensammlung]]></category>

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		<description><![CDATA[[The Price of Loyalty](http://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:Booksources?isbn=0743495551) von [Ron Suskind](http://de.wikipedia.org/wiki/Ron_Suskind) ist ein Buch Ã¼ber die Anfangsjahre der amerikanischen Regierung unter Bush jr. Die Geschichte erzÃ¤hlt von einem PrÃ¤sidenten, der sich nicht fÃ¼r die Berichte seiner Regierungsmitglieder interessiert, von internen MachtkÃ¤mpfen innerhalb der Regierung und einer Politik, die sich mehr auf Ideologie anstatt auf Fakten stÃ¼tzt. Im Mittelpunkt der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[The Price of Loyalty](http://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:Booksources?isbn=0743495551) von [Ron Suskind](http://de.wikipedia.org/wiki/Ron_Suskind) ist ein Buch Ã¼ber die Anfangsjahre der amerikanischen Regierung unter Bush jr.</p>
<p>Die Geschichte erzÃ¤hlt von einem PrÃ¤sidenten, der sich nicht fÃ¼r die Berichte seiner Regierungsmitglieder interessiert, von internen MachtkÃ¤mpfen innerhalb der Regierung und einer Politik, die sich mehr auf Ideologie anstatt auf Fakten stÃ¼tzt.</p>
<p>Im Mittelpunkt der ErzÃ¤hlung steht Paul O&#8217;Neill, damals Treasure Secretary der Regierung Bush. Sein auf Recherche und dem Aussprechen der Wahrheit basierender Arbeitsstil kollidiert immer wieder mit einer Regierung, die absolute und nicht zu hinterfragende LoyalitÃ¤t verlangt. Die Geschichte basiert auf den sehr detaillierten Aufzeichnungen von Paul O&#8217;Neill und gewinnt dadurch eine sehr persÃ¶nliche Note.</p>
<p>Absolute Leseempfehlung fÃ¼r politisch Interessierte und Menschen, fÃ¼r die LoyalitÃ¤t nicht Ã¼ber persÃ¶nlicher IntegritÃ¤t steht.</p>
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